DIE GESCHICHTE VOM

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Vision

Die Kulturlandschaften im Naturpark Altmühltal weisen zahlreiche wertvolle Lebensräume der Frankenalb auf. Dazu zählen ökologisch bedeutsame und landschaftlich attraktive Tal-wiesen sowie sich daran anschließende Hanglagen. Dieses wertvolle Grünland dauerhaft als Lebensraum und mit seinem humusfördernden Beitrag zum Klimaschutz zu erhalten, stellt eine Herausforderung für die Landwirte Bauern dar. Die Sicherung der Biodiversität auf der Frankenalb stellt dagegen eine vorrangige Aufgabe des Naturparks dar. Auch der Tourismus ist gleichfalls an der Erhaltung attraktiver Erholungs- und Urlaubslandschaften interessiert.

Einen hohen Anteil an der Entwicklung dieser landschaftlichen Werte hatte der Einsatz von Nutztierrassen, die an diese besonderen Standortbedingungen angepasst waren. Über die Jahrhunderte haben sich dafür bestimmte Rinderrassen besonders geeignet. Dabei standen ihre Nutzung als Arbeitstiere und Ernährungsgrundlage für die Menschen einerseits, aber auch ihre Leistungen für die Pflege dieser besonderen Landschaften im Vordergrund. Mit der Offenhaltung der Weideflächen durch die Tiere und die nachhaltige Nutzung ihres Futter-bedarfs durch bäuerliche Arbeit, konnte das bis heute als einzigartig empfundene Bild der bäuerlichen Frankenalb-Landschaften sein unverwechselbares Profil erhalten.

Die in dieser Region lebenden Menschen, aber auch Konsumenten benachbarter Regionen erhalten die einmalige Chance, dieses wertvolle Kulturgut auch weiter zu unterstützen. Vorrangig kann dies durch eine Nachfrage nach den speziellen – und nur hier in dieser Qualität verfügbaren - Produkten dieser Landschaften erfolgen. Dafür braucht es bäuerliche Betriebe, die zur Haltung solcher Rinder bereit sind, mit denen die besondere Qualität der Landschaft gesichert werden kann. Es braucht aber auch das ehrbare Metzgerhandwerk, das mit dem überlieferten Wissen über diese Tiere hochwertige Produkte handwerklich zu erzeugen und zur Verfügung stellen kann.
Und es braucht schließlich dazu auch die Konsumenten, welche diese besonderen
Leistungen zu schätzen wissen. Die bäuerliche Landschaftspflege und die stressfreie Schlachtung sowie ein Metzgerhandwerk bei der unnachahmlichen Herstellung dieser hochwertigen Regionalspezialitäten. Und es braucht dazu das Wissen und die Bereitschaft der Gesellschaft, hierfür einen ehrlichen und fairen Preis zu gewähren.

Im Wissen um diese Voraussetzungen

  • wollen wir bewusst mit diesen Weide-Landschaften eine Humusanreicherung als aktiven Beitrag zum Klimaschutz leisten;

  • wollen wir auf eine nachhaltige Weidehaltung mit dafür angepassten Traditions-Landrassen sowie hoher Fleischqualität setzen;

  • wollen wir den bäuerlichen Familienbetrieben im Naturpark dauerhaft eine zukunftsfähige Existenzgrundlage bieten;

  • wollen wir mit dem Verzicht auf den Lebendtiertransport vor der Schlachtung die Würde der Tiere achten;

  • wollen wir mit der stressfreien Schlachtung auch dem ehrbaren Handwerk der Metzger den Stellenwert einräumen, den sie als unverzichtbarer Bestandteil einer im ländlichen Raum fest verankerten Verarbeitungsstruktur verkörpern.

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Das will RömerBEEF

  • Wir wollen mit der Kooperation „Altmühltaler Weiderind“ einen Beitrag leisten, damit der besondere Wert der Produkte unserer extensiven Grünlandwirtschaft – unabhängig von den Änderungen des Weltmarkts – wieder im Verbraucherbewusstsein verankert wird.

  • Wir wollen mit der naturnahen Weidehaltung ein Zeichen dafür setzen, dass es Tierhaltungsformen gibt, bei denen das Tierwohl eine herausragende Rolle spielt. Es ist uns wichtig, dass unsere Rinder in einem Herdenverbund aufwachsen, der ihnen ein Höchstmaß an artgerechter Lebens- und Ernährungsweise ermöglicht und gleichzeitig dazu beiträgt, dass hier auch ein ökologisch wertvoller Lebensraum entwickelt wird.

  • Wir wollen mit dieser Form der Tierhaltung auch dazu beitragen, dass sich über diesen Beweidungsdruck dauerhaft eine Grasnarbe ausbildet, die mit ihrem hohen Grad an Bodendurchwurzelung und Humusaufbau eine konsequente Kohlenstoffbindung ermöglicht, wodurch wir mit unseren Rindern einen bedeutsamen Beitrag zum Klimaschutz leisten können.

  • Wir wollen mit der Übernahme der Weide- oder hofnahen Schlachtung das Leid der Tiere beim Lebendtransport zum Schlachthof beenden. Unsere Rinder werden stressfrei dort geschlachtet, wie sie mit natürlicher Grünlandfuttergrundlage aufgewachsen sind. Und wir sind uns der Verantwortung bewusst, diesen Teil in der Lebensmittel-Wertschöpfungskette im Interesse unserer und mit uns vertrauten Tiere zu übernehmen.

  • Wir wollen mit dieser Form kooperativer Produktveredelung auch dazu beitragen, dass wieder mehr junge Menschen eine Betriebsperspektive in unserem Beruf sehen und ihn schätzen lernen. Wir sind stolz, mit dieser Form der Tierhaltung einen wertvollen Beitrag für ein besseres Ansehen des bäuerlichen Berufsstands in der Gesellschaft zu leisten.